Habitable Zone, Subtext

Die Krise des Subjektes beruht auf der Einsicht, dass es Dasein ist.
Daran anschliessend, der Mythos des Sysiphos. Es ist das Subjekt das
den Stein auf ewig rollt. Es ist sich selbst das eigene Dasein und als
solches ist es frei. Doch die Welt schweigt, die geschenkte Freiheit
ist sprachlos. Das ist der Aus_stand des sich selbst durchsichtig
gewordenen Subjektes. Es droht ihm der Wahn und er rollt den Stein.
Es ist ein produktiver, ein nützlicher, ein vernünftiger Wahn, normal.
Schliesslich rollt er ihn ja jeden Tag aufs neue den Berg hoch. Das
der Mensch immer schon über sich selbst hinaus ist, begründet seine
Verrücktheit. Was soll er in einer Welt die ihn wesentlich anschweigt.
Was soll er es sich in ihr einrichten? Was soll er in der Einsamkeit des
Weltalls? Wo ist sein Zuhause? Ist er angekommen? Oder ergreift er
die Flucht, die mal nach vorn will, bald zurück - und mehr oder
weniger gut organisierte Fluchtwege, deren gibt es ja nun so einige.

Gewendet, es gibt viele Möglichkeiten jene wesentliche Erinnerung zu
verhindern, die zu erkennen dem Menschen an sich gegeben wäre. Sie
ist sozusagen gleich nebenan und verbleibt doch als Utopie. In einer
unerreichbaren Ferne, an stillen Tagen noch zu erahnen. Im Auge des
Orkans, das Wort sich versagend, ruht der stille Grund des Daseins.

Phänomenologie (en)